Personalblog Verbandsmanagement
aktueller Informationsdienst für Personalentscheider und Personalexperten aus VerbändenDie Suche nach dem besten Arbeitgeber.
Im Jahr 2008 wird das Great Place to Work Institute erneut Deutschlands beste Arbeitgeber küren. Durch diesen Wettbewerb kann ein Unternehmen ein Urteil von seinen Mitarbeitern über seine Attraktivität als Arbeitgeber erhalten und Verbesserungsmöglichkeiten können aufgezeigt werden. Außerdem ist eine Platzierung unter den hundert besten Arbeitgebern ein wichtiger Schritt, das Unternehmen zu einer Marke auf dem Arbeitsmarkt zu machen.
Teilnehmen kann jedes deutsche oder ausländische Unternehmen sowie jede öffentliche oder private Organisation ab einer Mindestgröße von 50 beschäftigten Mitarbeitern in Deutschland, die Anmeldung ist noch bis zum 15. September möglich. Mehr Informationen zu Kosten und den Teilnahmebedingungen unter www.greatplacetowork.de.
Kinderbetreuungskosten gehören zu den Weiterbildungskosten
Kosten, die Ihnen während der Teilnahme an der Weiterbildung für die Betreuung von aufsichtsbedürftigen Kindern entstehen, können von der Agentur für Arbeit übernommen werden. Aufsichtsbedürftig im Sinne der Arbeitsförderung sind Kinder, die noch nicht 15 Jahre alt sind.
Betreuungskosten im Sinne der Arbeitsförderung sind Kindergarten- / Hortgebühren, Kosten für eine Tagesmutter, Mehraufwendungen für die Betreuung bei Nachbarn und Verwandten. Verpflegungskosten sind keine Kinderbetreuungskosten. Ist wegen einer Arbeitsaufnahme oder der Teilnahme an einer Maßnahme zur Verbesserung der Integrationsmöglichkeiten eine Kinderbetreuung erforderlich, kann diese als „Weitere Sozialintegrative Leistung“ (Rechtsgrundlage § 16 Abs. 1 Satz 2 Nr. 1 SGB II) gefördert werden. Kosten übernimmt die Agentur für Arbeit in Höhe von 130 Euro monatlich je Kind, und zwar unabhängig von der Höhe der Ihnen tatsächlich entstehenden Kosten. Wenden Sie sich bitte an Ihren persönlichen Ansprechpartner oder Fallmanager bei Ihrem Träger der Grundsicherung.
Neues Portal für Human Resource Management
Auf dem Portal www.hrm.de, das sich noch in der Testphase befindet, können sich die Nutzer Informationen herunterladen und neue Kontakte knüpfen.Gefragt ist, wer selbst aktiv wird: mit Texten, Blogs und Audiodateien oder in einem der zahlreichen Diskussionsforen. Die neue Online-Plattform HRM.de ist ein personalisiertes Web-Portal: Im Mittelpunkt steht das persönliche Profil, das wie eine Visitenkarte beim Erstkontakt die Orientierung erleichtert. Den Mitgliedern ist es jedoch freigestellt, wem sie ihre Kontaktdetails und ihre persönlichen Daten zur Einsicht freigeben. Das besondere an HRM.de ist jedoch, dass dieses persönliche Profil mit den eigenen Dokumenten, den Fachartikeln, Blogs oder MP3s in Verbindung steht.
Alle von den User erstellten Dokumente sind mit deren Profil verknüpft. Ziel dieser Kombination ist es, die Mitglieder über die Fachinhalte zu vernetzen.
Berufliche Weiterbildung: Fast jeder Zweite würde Seminare selbst zahlen
45 Prozent der Berufstätigen in Deutschland sind bereit, sich in Zukunft auf eigene Kosten weiterzubilden, um in ihrem Beruf fit zu bleiben. Dies ist das Ergebnis einer repräsentativen Studie der Fachzeitschrift „wirtschaft + weiterbildung“.
Die Fachzeitschrift „wirtschaft + weiterbildung“ (Haufe Verlag, Freiburg) hat das Nürnberger Marktforschungsinstitut „puls“ mit einer repräsentative Umfrage unter Beschäftigten in Deutschland beauftragt. 556 Personen wurden im ersten Halbjahr 2007 zu ihrem Weiterbildungsverhalten befragt.
Das überraschende Ergebnis: 38 Prozent sind bereit, sich auf eigene Kosten in der Freizeit weiterzubilden. Weitere 7 Prozent würden immerhin die Kosten für ihre Fortbildung übernehmen, sofern ihnen ihr Unternehmen für die Zeit der Fortbildung zusätzlichen Urlaub gewährt.
Lediglich jeder Vierte (25 Prozent) sieht berufliche Weiterbildung als Pflicht des Arbeitgebers an und ist der Meinung, dieser sollte die Maßnahmen sowohl bezahlen als auch die Seminardauer auf die Arbeitszeit anrechnen. „Bei vielen Arbeitnehmern hat sich die Erkenntnis durchgesetzt, dass in Zeiten der Globalisierung Weiterbildung wichtig ist, um auf Dauer Karriere zu machen“, bewertet Martin Pichler, Chefredakteur von „wirtschaft + weiterbildung“, die Ergebnisse.
Frauen scheinen den Wert beruflicher Weiterbildung für sich selbst deutlich geringer einzuschätzen als Männer. Immerhin 28 Prozent der Frauen, aber nur 22 Prozent der Männer sehen die Verantwortung für die Fortbildung ausschließlich beim Arbeitgeber. Andererseits würden 41 Prozent der Männer Seminare selbst bezahlen und Freizeit dafür opfern, aber nur 35 Prozent der Frauen.
Deutliche Unterschiede zeigen sich auch beim Blick auf das Alter: So nimmt mit zunehmendem Lebensalter die Bereitschaft ab, in berufliche Weiterbildung zu investieren. Die Verantwortung dafür schiebt fast jeder dritte der über 50-Jährigen, aber nur etwa jeder siebte der 18- bis 29-Jährigen ausschließlich dem Arbeitgeber zu. Ältere wollen dabei vor allem in deutlich geringerem Maße ihre Freizeit opfern als Jüngere, aber sie sind auch seltener bereit, Bildungsmaßnahmen selbst zu bezahlen. Wenig überraschend ist dagegen, dass Befragte mit höherem Bildungsabschluss und höherem Einkommen eher als alle anderen bereit sind, Geld oder Freizeit in die eigene Fortbildung investieren. Alle Ergebnisse der Studie finden sich in der Juni-Ausgabe der „wirtschaft + weiterbildung“.
„ZukunftsForum Personal“ am 11. und 12. Oktober
Unter dem Titel „Personalmanagement: Durchstarten statt überflüssig werden! Für das System Arbeit verantwortlich sein!“ findet am 11./12. Oktober 2007 in München das erste „ZukunftsForum Personal“ statt.
Veranstalter sind der Goinger Kreis, die Initiative „Wege zur Selbst-GmbH“ und das Münchener Bildungsforum. Sie wollen mit dem Kongress eine Initiative für fortschrittliche Personalarbeit starten. Referenten sind unter anderem Dr. Thomas Middelhoff, Vorstandsvorsitzender KarstadtQuelle AG, Dr. Norbert Walter, Chefvolkswirt Deutsche Bank AG, der Personalvorstand der Deutsche Telekom AG, Thomas Sattelberger sowie weitere Personalverantwortliche aus den beteiligten Organisationen. Professor Dave Ulrich von der University of Michigan, bekannt geworden über seine Bücher zum Thema Business-Partner, ist per Video zugeschaltet.
Wie Verbände in Berlin präsent sein können
Talk, don’t write: Persönliche Kontakte als Erfolgsfaktor der Lobbyarbeit von Verbänden. Interessenvertretung ist die Legitimationsbasis eines Verbandes: Die Vertretung gemeinsamer Interessen gegenüber der Politik ist auch heute noch ein wichtiger Grund für Mitglieder, einem Verband anzugehören. Ursprünglich war die Interessenvertretung Hauptgrund zur Gründung der meisten Verbände. Diese Tatsache ist in den letzten Jahren, in denen in den Verbänden und in der DGVM viel über Dienstleistungen als Legitimationsgrund für Verbände diskutiert worden ist, etwas in den Hintergrund getreten. Gemeinsame politische Interessenvertretung ist jedoch ein USP von Verbänden, der sie einzigartig macht und kaum ersetzt werden kann. Bei Dienstleistungen stehen Verbände in der Regel jedoch im Wettbewerb zu kommerziellen Anbietern.
Fortsetzung des Artikels von Dr. Hubert Koch im Verbände-Forum unter: http://www.verbaende.com/…
Erste Rechtsprechung zum AGG
ArbG Frankfurt/M. v. 14.03.2007 (Az. 6 Ca 7405/06)
- tarifliche Regelungen der Lufthansa sehen Beendigung des Arbeitsverhältnisses von Piloten mit Erreichen des 60. Lebensjahres vor
- drei Piloten erheben Klage auf Weiterbeschäftigung wegen unzulässiger Altersdiskriminierung
ArbG Frankfurt/M. v. 14.03.2007 (Az. 6 Ca 7405/06)
- sieht Altersgrenze als nach § 8 AGG gerechtfertigt an
- legitimes Ziel: Schutz von Leib und Leben von Besatzung, Passagieren und den Menschen in den Überflogenen Gebieten
- Regelung ist angemessen und erforderlich
ArbG Frankfurt/M. v. 14.03.2007 (Az. 6 Ca 7405/06)
- Begründung mit Sicherheitserwägungen ist aus Konzernsicht widersprüchlich, denn Altersregelung gilt nicht für konzernangehörige Lufthansa-Tochter Cityline und Lufthansa-Cargo
- starre Altersgrenze aufgrund von Sicherheitsbedenken muss gesetzlichen Vorschriften zum Luftverkehr vorbehalten bleiben
ArbG Hamburg, Beschluss v. 14.02.2007 zur Einrichtung der Beschwerdestelle nach § 13 AGG: zwingende Mitbestimmung des BR nach § 87 Abs. 1 Nr. 1 BetrVG ?
- lehnt Mitbestimmungsrechts des BR ab (Arg.: „schlichter Gesetzesvollzug“ des AGG)
anders ArbG Frankfurt, Beschluss v. 23.10.2006:
- Ordnung im Betrieb und Verhalten der AN betroffen (§87 Abs. 1 Nr. 1 BetrVG)
- Sachlage jedoch anders als im Fall des ArbG Hamburg, da nicht nur Einrichtung der Beschwerdestelle, sondern Übertragung weitergehender Kompetenzen zur Sachverhaltsaufklärung
EuGH v. 03.10.2006
- Dienstalter zulässiges Kriterium für Differenzierungen beim Entgelt (Arg.: Honorierung von Berufserfahrung = zulässiges Ziel der unternehmerischen Entgeltpolitik)
LAG Berlin v. 19.10.2006
- zur Altregelung in § 611a Abs. 2 BGB: bloßes Bestehen einer Schwangerschaft kein Indiz für geschlechtsspezifische Benachteiligung
BGH v. 14.02.2007
- unterschiedliche Behandlung von Ehegatten und Lebenspartnern bei der Hinterbliebenenrente zulässig (Arg.: keine Anknüpfung an sexuelle Ausrichtung, sondern an Familienstand)
Neue Arbeitgeberhotline der Arbeitsagentur
Von Montag bis Freitag zwischen 08.00 Uhr und 18.00 Uhr ist die Arbeitsagentur unter 01801/ 66 44 66 (3,9 Cent/Minute) für Arbeitgeber erreichbar. In jedem Fall sprechen sie direkt mit einem persönlichen Ansprechpartner, der ausschließlich Arbeitgeber berät. So können alle Fragen rund um die Besetzung offener Arbeits- und Ausbildungsstellen oder zu Fördermöglichkeiten bei der Einstellung von Arbeitslosen beantwortet werden.
Frauen dominieren im HR-Bereich
Frauen sind in Führungspositionen nach wie vor unterrepräsentiert. Eine aktuelle Untersuchung der Managementberatung Kienbaum Consultants International zeigt aber im Zehn-Jahres-Vergleich eine geringe Erhöhung des Anteils weiblicher Führungskräfte. Betrug der Anteil 1996 funktionsübergreifend noch fünf Prozent, lag er mit neun Prozent im Jahr 2006 fast doppelt so hoch. Bei einem Anteil an allen Erwerbstätigen von zirka 50 Prozent ist dies jedoch immer noch sehr wenig. Ganz anders sieht es aber in den Personalabteilungen aus: Dort gibt es den höchsten Frauenanteil in Führungspositionen.
Quelle: www.kienbaum.de
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