Personalblog Verbandsmanagement
aktueller Informationsdienst für Personalentscheider und Personalexperten aus VerbändenArchiv für Studien
Fusion des Personalblogs VM mit dem Personalblog PA
Liebe Leser,
wir freuen uns Ihnen mitteilen zu können, dass wir das Personalblog Verbandsmanagement mit dem Personalblog Public Affairs zu einem neuen Blog mit dem bezeichnenden Namen personnelaffairs fusioniert haben. Unter www.personnelaffairs.de werden wir zukünftig noch ausführlicher und zeitnaher informieren können.
Mit freundlichen Grüßen
Florian Busch-Janser
Mehrheit der Beschäftigten arbeitet länger als vereinbart
Die fünfte Erwerbstätigenbefragung durch die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin und das Bundesinstitut für Berufsbildung kommt zu dem Ergebnis, dass die Mehrheit der Beschäftigten in Deutschland länger arbeitet als vertraglich vereinbart. So leisten 61 Prozent der 20 000 Befragten mehr als vierzig Wochenstunden ab, obwohl nur etwa ein Drittel (35,4 %) Arbeitsverträge mit diesen Wochenarbeitszeiten haben. Zudem gehen viele Beschäftigte Nebentätigkeiten nach, so dass etwa jeder Fünfte (21,4 Prozent) mehr als 48 Stunden pro Woche arbeitet.
Berufliche Weiterbildung: Fast jeder Zweite würde Seminare selbst zahlen
45 Prozent der Berufstätigen in Deutschland sind bereit, sich in Zukunft auf eigene Kosten weiterzubilden, um in ihrem Beruf fit zu bleiben. Dies ist das Ergebnis einer repräsentativen Studie der Fachzeitschrift „wirtschaft + weiterbildung“.
Die Fachzeitschrift „wirtschaft + weiterbildung“ (Haufe Verlag, Freiburg) hat das Nürnberger Marktforschungsinstitut „puls“ mit einer repräsentative Umfrage unter Beschäftigten in Deutschland beauftragt. 556 Personen wurden im ersten Halbjahr 2007 zu ihrem Weiterbildungsverhalten befragt.
Das überraschende Ergebnis: 38 Prozent sind bereit, sich auf eigene Kosten in der Freizeit weiterzubilden. Weitere 7 Prozent würden immerhin die Kosten für ihre Fortbildung übernehmen, sofern ihnen ihr Unternehmen für die Zeit der Fortbildung zusätzlichen Urlaub gewährt.
Lediglich jeder Vierte (25 Prozent) sieht berufliche Weiterbildung als Pflicht des Arbeitgebers an und ist der Meinung, dieser sollte die Maßnahmen sowohl bezahlen als auch die Seminardauer auf die Arbeitszeit anrechnen. „Bei vielen Arbeitnehmern hat sich die Erkenntnis durchgesetzt, dass in Zeiten der Globalisierung Weiterbildung wichtig ist, um auf Dauer Karriere zu machen“, bewertet Martin Pichler, Chefredakteur von „wirtschaft + weiterbildung“, die Ergebnisse.
Frauen scheinen den Wert beruflicher Weiterbildung für sich selbst deutlich geringer einzuschätzen als Männer. Immerhin 28 Prozent der Frauen, aber nur 22 Prozent der Männer sehen die Verantwortung für die Fortbildung ausschließlich beim Arbeitgeber. Andererseits würden 41 Prozent der Männer Seminare selbst bezahlen und Freizeit dafür opfern, aber nur 35 Prozent der Frauen.
Deutliche Unterschiede zeigen sich auch beim Blick auf das Alter: So nimmt mit zunehmendem Lebensalter die Bereitschaft ab, in berufliche Weiterbildung zu investieren. Die Verantwortung dafür schiebt fast jeder dritte der über 50-Jährigen, aber nur etwa jeder siebte der 18- bis 29-Jährigen ausschließlich dem Arbeitgeber zu. Ältere wollen dabei vor allem in deutlich geringerem Maße ihre Freizeit opfern als Jüngere, aber sie sind auch seltener bereit, Bildungsmaßnahmen selbst zu bezahlen. Wenig überraschend ist dagegen, dass Befragte mit höherem Bildungsabschluss und höherem Einkommen eher als alle anderen bereit sind, Geld oder Freizeit in die eigene Fortbildung investieren. Alle Ergebnisse der Studie finden sich in der Juni-Ausgabe der „wirtschaft + weiterbildung“.